Das beste Motoröl 2020: Test und Vergleich

Das beste Motoröl 2020: Test und Vergleich

Damit Ihr Fahrzeugmotor zu jeder Zeit gut funktionieren kann, ist ein gutes Motoröl wichtig. Doch welche Aufgabe hat das Motoröl in einem Verbrennungsmotor überhaupt? Dieses schmiert alle wichtigen beweglichen Teile und ist Arbeitsflüssigkeit des Motorschmiersystems. In der Fahrzeugbetriebsanleitung sind alle wichtigen Parameter des/des zugelassenen Motoröls/Motoröle angegeben. Doch wie finden Sie aus der riesigen Auswahl an Herstellern und Produkten das perfekte Motoröl? Wir nehmen Sie an die Hand und helfen Ihnen, das Beste für Ihren Fahrzeugmotor zu tun.

Gutes Motoröl: Eine Investition in die Zukunft

Es gibt viele Unterschiede zwischen den Motorölen und die Motorölqualität ist von einigen Faktoren abhängig. Zunächst einmal sollten Sie sich die folgende Frage stellen: „Welches Motoröl brauche ich?“ Hinweise dazu finden Sie entweder auf dem Ölwechselzettel im Motorraum oder aber in Ihrer technischen Fahrzeugbetriebsanleitung. Im Anschluss können Sie an einem passenden, günstigen Motoröl suchen, welches dennoch eine hohe Motorölqualität bietet. Dabei können Sie sich auf unseren Test zum besten Motoröl verlassen und einen Überblick über die besten Motorölhersteller erhalten.

Die Klassifizierung von Motoröl

Es gibt eine ganze Reihe an unterschiedlichen Motorölen. Prinzipiell unterscheidet man dabei zunächst einmal mineralische, vollsynthetische sowie halbsynthetische Öle. Während erstere günstig zu haben sind, muss man für vollsynthetische Öle mehr Geld ausgeben. Dennoch liegt deren Vorteil auf der Hand: Sie haben eine genau definierte chemische Zusammensetzung und ihre Qualität ist stets auf höchstem Niveau. Darüber hinaus gehört die Viskositätsklasse zum wichtigsten Unterscheidungsmerkmal für den Motorölvergleich. Wir stellen Ihnen im Anschluss verschiedene Marken sowie konkrete Produkte vor, sodass Sie das beste Motoröl finden können. In Bezug auf die Motorölviskosität findet man heute beispielsweise die Bezeichnung 0W40. Dabei beschreibt die Zahl vor dem „W“ (hier die 0) die Motorölviskosität bei geringen Temperaturen (beispielsweise bei einem Kaltstart). Die dem W folgende Zahl beschreibt den Wert hingegen bei hohen Temperaturen. Eine höhere Zahl (hier die 40) zeigt dabei eine höhere Belastbarkeit des Schmiermittels an. Im Folgenden zeigen wir Ihnen zunächst die besten Motorölmarken.

Die Klassifizierung von Motoröl

Die Top-Motorölhersteller

 Im folgenden Abschnitt erfahren Sie die wichtigsten Eckdaten zu den besten Motorölmarken. 

  • Castrol. Die Marke Castrol stammt ursprünglich aus Großbritannien. Dabei werden neben Fahrzeugschmierstoffen auch Produkte für die Industrie hergestellt und verkauft. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Liverpool wurde 1899 gegründet und inzwischen in den BP-Konzern eingegliedert. Viele Menschen kennen das Unternehmen zudem als wichtigen Sponsor für verschiedene Motorsportwettbewerbe und -teams.
  • Mobil 1. Bei der Firma Mobil Oil handelt es sich um die Motorölmarke des US-amerikanischen Mineralölkonzerns Exxon Mobile. Daher befindet sich dessen Firmensitz auch in Nordamerika.
  • Liqui Moly. Das deutsche Unternehmen Liqui Moly entstand im Jahr 1957. Dabei gilt es heute auf dem deutschen Motorölmarkt als Marktführer. Neben Motorölen verkauft die Firma auch Getriebeöle, Kraftstoffzusätze, Spezialschmierstoffe, Autopflegemittel sowie Motorölzusätze. Die Motorölproduktion erfolgt in Saarlouis durch die Tochterfirma Megiun.
  • Total. Der Total-Konzern hat seinen Firmensitz unweit von Paris. Weltweit ist es der viertgrößte Mineralölkonzern mit fast 100.000 Mitarbeitern in weit über 100 Ländern. Auf dem europäischen Markt ist dieser Konzern vor allem durch den Betrieb von mehr als 12.000 Tankstellen bekannt.
  • Shell. Bei diesem Motorölhersteller handelt es sich um einen der Big Player am Markt. Die Marke stammt aus den Niederlanden. Dabei gehört diese dem Konzern Royal Dutch Shell.
  • Motul. Bei Motul handelt es sich um einen bereits 150 Jahre alten Experten für die Schmierstoffproduktion. Dabei wirbt das Unternehmen damit, Produkte anzubieten, welche die anspruchsvollsten Marktanforderungen erfüllen. Damit steht die Marke für hervorragende Schmiermittel in höchster Premium-Motorölqualität.
  • Aral. Das Unternehmen Aral wurde bereits von Jahren in den britischen BP-Konzern integriert. Firmensitz ist die Stadt Bochum.
  • Ravenol. Bereits seit über 70 Jahren werden in Werther/Westfalen durch die Ravensburger Schmierstoffvertrieb GmbH Motoröle unter der Marke Ravenol vertrieben. Die Produkte zeichnen sich durch eine hohe Motorölqualität aus.
  • Valvoline. Schon seit 1866 verkauft man bei der Motorölmarke Vavoline Schmierstoffe, die bei Fahrzeugmotoren verwendet werden. Dabei ist der Konzern Ashley Inc. Inhaber dieser Schmierstoffmarke.

Die besten Motoröle im Test und Vergleich

Im folgenden Abschnitt diskutieren wir einige Beispiele für Produkte, die eine besonders hohe Motorölqualität bieten. Dabei erlauben Öle mit dem Zusatz „Longlife“ etwas längere Ölwechselintervalle. Diese Art von Öl wird bei einigen Fahrzeugherstellern daher auch standardmäßig eingesetzt.

Die besten Motoröle im Test und Vergleich
  • Castrol Edge Professional Longlife III 5W30. Bei diesem synthetischen Motoröl handelt es sich um ein so genanntes Longlive-Produkt. Die Serviceintervallanzeige muss dabei jedoch auf „Longlive“ eingestellt werden. Dieses Motoröl erfüllt die Spezifikation mit der Bezeichnung ACEA C3. Bei den Freigaben werden von Castrol 504 00 und 507 00 (Volkswagen) sowie C30 (Porsche) genannt.
  • Mobil 1 ESP Formula 5W-30. Auch dieses Produkt überzeugt mit einer hohen Motorölqualität. Es kann für viele verschiede Motoren eingesetzt werden. Dabei besitzt es unter anderem folgende Freigaben: 229.31 und 229.51 (Mercedes-Benz), 504 00 und 507 00 (Volkswagen), Dexos 2 (General Motors), C30 (Porsche) sowie B712290 (PSA-Konzern). Auch die weiteren Spezifikationen werden mindestens erreicht: SN, SM, SL und SJ (API) sowie C2 und C3 (ACEA).
  • Liqui Moly 5W30 Top Tec 4200. Bei diesem Öl handelt es sich um ein Motoröl für das ganze Jahr. Es kann sowohl für Diesel- als auch Benzinmotoren verwendet werden. Die entsprechenden Freigabecodes (Motorölspezifikationen) lauten 507 00 und 504 00 (Volkswagen), C30 (Porsche), 229.31 und 229.51 (Mercedes-Benz) sowie API SN und ACEA C3. Zusätzlich empfiehlt der Hersteller dieses Motoröl als Ersatz für Longline-01, Longlife-01 FE sowie Longlife-04 (BMW bis Baujahr 2018), aber auch 9.55535-S1 sowie 9.55535-S3 (Fiat).
  • Total Quartz 9000 5W40. Dieses Produkt aus unserem Motorölvergleich zeichnet sich durch eine besonders niedrige Viskosität bei geringen Temperaturen sowie durch einen extrem stabilen Motorölfilm, selbstbei höchsten Motortemperaturen aus. So kann der Motor lange vor Verschleiß geschützt werden.
  • Shell Helix Ultra 5W30. Dieses synthetische Motoröl erfüllt die Spezifikationen nach ACEA A3/B3, ACEA A3/B4 sowie APU SL/CF. Dabei dürfen Sie es dann einsetzen, wenn in Ihrem Fahrzeug eine der folgenden Freigaben verlangt wird: RN0700 oder RN0710 (Renault), 502 00 oder 505 00 (Volkswagen), 226.5 oder 229.5 (Mercedes-Benz) bzw. Longlife-01 (BMW).
  • Motul 8100 X-CLEAN+ 5W30. Hierbei handelt es sich um ein synthetisches Motoröl. Dieses erfüllt in erster Linie die Spezifikationen CF und SM (API) sowie C3 (ACEA). Die Hersteller haben dabei folgende Freigaben erteilt: Longlife-04 (BMW), 229.51 (Mercedes-Benz), 504 00 sowie 507 00 (Volkswagen), aber auch C30 (Porsche).
  • Aral Supertronic Longlife III 5W30. Das Produkt erreicht die Motorölqualität der Spezifikation ACEA C3. Die Freigabe umfassen 507 00 und 504 00 (Volkswagen), 229.51 (Mercedes-Benz), C30 (Porsche) sowie Longlive-04 (BMW).
  • Ravenol VST 5W40. Dieses Synthetiköl erfüllt A3, B4 und CF (ACEA) sowie SN (API). Darüber hinaus gibt es folgende Freigaben des Herstellers: RN0700 und RN0710 (Renault), 502 00 und 505 00 (Volkswagen), A40 (Porsche), 229.5 (Mercedes-Benz) und auch Longlife-01 (BMW).
  • Valvoline SynPower 5W30. Bei diesem synthetischen Produkt mit der Motorölqualität CF und SL (API) sowie A3 und B4 (ACEA). Bei den Freigaben sind RN0700 (Renault), 502 00 und 505 00 (Volkswagen), GM-LL-A-025 und GM-LL-B-025 (Opel), 229.5 (Mercedes-Benz) und Longlive-01 (BMW).
  • Fuchs Titan GT1 Pro C-3 5W30. Dieses teilsynthetische Motoröl erfüllt keine besonderen API- bzw. ACEA-Spezifikationen. Dennoch besitzt es die folgenden Freigaben: 507 00 und 504 00 (Volkswagen), C30 (Porsche), 229.51 (Mercedes-Benz) sowie Longlive-04 (BMW).

Fazit

Sparen Sie nicht am falschen Ende! Sicherlich ist ein Motoröl einer hohen Qualität deutlich teurer als ein Billigöl; dennoch lohnt sich ein gewisser Aufpreis. Wenn Sie jedoch heute in eine gute Motorschmierung investieren und stets auf die Wechselintervalle achten, dann werden Sie lange Freude an Ihrem Fahrzeug und keine schweren Motorschäden zu beklagen haben.

Ein Tipp von AUTODOC: Wenn Sie nicht genau wissen, ob ein modernes Motoröl in Ihrem Fahrzeug verwendet werden darf, sollten Sie in die so genannten Austauschlisten schauen. Dort ist angegeben, welche Produkte mit welchem neuen Öl ersetzt werden dürfen. Bitte achten Sie auch darauf, keine Motoröle mit unterschiedlichen Eigenschaften zu mischen, da sonst Verklebungen und Ablagerungen im Motor oder dem Motorschmiersystem entstehen können.
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