Die 7 hässlichsten Autos der Welt

Die 7 hässlichsten Autos der Welt

Schönheit liegt bekanntlich im Auge des Betrachters. Genau deshalb verdienen auch die ungewöhnlichsten Autos unsere Aufmerksamkeit und ein freundliches Augenzwinkern. Manche Fahrzeuge wurden ihrer Zeit einfach zu weit vorausgedacht, andere wollten unbedingt aus der Masse hervorstechen – und haben es geschafft, wenn auch nicht immer auf die eleganteste Weise. In diesem Artikel schaut AUTODOC gemeinsam mit Ihnen auf sieben Modelle, die es regelmäßig auf Listen der „hässlichsten Autos aller Zeiten“ schaffen, aber auch Charme, technische Besonderheiten und manchmal sogar echten Kultstatus mitbringen.

Fiat Multipla (1998–2010)

Fiat Multipla

Der Fiat Multipla ist wohl das Paradebeispiel dafür, wie sehr sich Designgeschmack und Alltagstauglichkeit widersprechen können. Mit seiner seltsamen „Doppelaugen“-Front – einer zusätzlichen Fensterlinie unter der Windschutzscheibe – war er eine echte Erscheinung auf der Straße. Viele fanden ihn gewöhnungsbedürftig. Und doch: Innen bot der Fiat Multipla überraschend viel Platz. Drei Sitze vorn und drei hinten machten ihn zum idealen Familienfahrzeug. Technisch war er solide und funktional, und vor allem in Italien wurde sein praktischer Innenraum sehr geschätzt. Heute hat der Fiat Multipla Kultstatus: Wer ihn besitzt, ist garantiert kein Mitläufer.

Pontiac Aztek (2001–2005)

Pontiac Aztek

Der Aztek wurde von Pontiac als sportlicher Crossover konzipiert, landete aber eher in der Rubrik „Designexperimente mit Mut zur Lücke“. Seine kantige Front, das eigenwillige Heck und die seltsamen Proportionen sorgten für Verwirrung. Dennoch: Der Aztek war seiner Zeit voraus. Mit optionalem Allradantrieb, reichlich Stauraum und innovativem Camping-Zubehör (inklusive Zeltaufsatz!) war er praktisch wie kaum ein anderer. Fans der Serie Breaking Bad kennen ihn als das Fahrzeug von Walter White – und irgendwie passt das auch: unscheinbar, unterschätzt, effektiv.

Nissan Cube (1998–2019)

Nissan Cube

Der Nissan Cube ist genau das, was der Name verspricht: ein Würfel auf Rädern. Das Design mit der asymmetrischen Heckscheibe, den abgerundeten Ecken und dem fast schon verspielt-futuristischen Innenraum war bewusst anders – und traf besonders in Japan und den USA eine junge, kreative Zielgruppe. Technisch war der Cube ein typischer Nissan: zuverlässig, sparsam und mit cleverer Raumaufteilung. In Europa blieb ihm der große Durchbruch verwehrt, aber dort, wo man ihn mochte, wurde er geliebt. Und immerhin: Einen höheren Wiedererkennungswert kann man kaum haben.

SsangYong Rodius (2005–2013)

SsangYong Rodius

Der Rodius ist der Beweis, dass gute Absichten allein noch kein gutes Design machen. SsangYong wollte ein Fahrzeug schaffen, das die Eleganz einer Yacht mit dem Raumangebot eines Vans verbindet. Das Ergebnis war speziell. Die wuchtige Front, das zerklüftete Heck und die ungewöhnlichen Fensterlinien ließen viele ratlos zurück. Doch unter der Haube arbeitete ein robuster Mercedes-Diesel, und der Rodius bot Platz für bis zu sieben Personen – mit Gepäck. Wer viel Familie und wenig Eitelkeit hatte, war mit ihm bestens bedient.

Reliant Robin (1973–2002)

Reliant Robin

Drei Räder, ein winziger Motor, Kunststoffkarosserie: Der Reliant Robin war eher ein motorisierter Eierbecher als ein Auto im klassischen Sinn. Sein fragiler Auftritt und die kippfreudige Straßenlage machten ihn zur Lachnummer britischer Comedy-Shows. Aber: Er war günstig, steuerlich bevorzugt (da als Motorrad klassifiziert), leicht und sparsam. In Großbritannien war er besonders bei Sparfüchsen beliebt. Heute ist der Robin ein Sammlerstück – vor allem bei Leuten mit Sinn für Humor und Liebe zu britischer Exzentrik.

Isuzu VehiCROSS (1997–2001)

Isuzu VehiCROSS

Der VehiCROSS sieht aus wie ein Auto aus einem Science-Fiction-Film, mit wuchtigen Kotflügeln, schmalen Fenstern und auffälliger Kunststoffverkleidung. Was ihn optisch zum Außenseiter machte, war technisch sein Trumpf: Allradantrieb, sportliches Fahrverhalten und echte Geländetauglichkeit machten ihn zu einem kleinen Offroad-Geheimtipp. Leider war er zu teuer in der Produktion – und zu speziell für den Massenmarkt. Heute ist der VehiCROSS ein begehrter Exot für Abenteuerlustige mit Stilwillen.

Tata Nano (2008–2018)

Tata Nano

Als „billigstes Auto der Welt“ gefeiert, war der Tata Nano ein revolutionärer Versuch, Mobilität für alle zu ermöglichen. Optisch war er schlicht – sehr schlicht. Klein, schmal, fast wie ein Spielzeugauto. Aber das war genau der Punkt: Weniger ist mehr. Für viele Erstautokäufer in Indien war er ein Meilenstein. Technisch reduziert auf das Nötigste, aber zuverlässig im urbanen Umfeld. Leider konnte er sich gegen Motorräder und größere Gebrauchtwagen langfristig nicht durchsetzen. Dennoch: Eine mutige Idee mit Herz.

Weitere häufig erwähnte Modelle

Ein paar weitere Modelle werden oft genannt, wenn es um ungewöhnliches Autodesign geht. Der AMC Pacer (1975–1980) mit seiner gewölbten Glaskuppel wirkte wie ein rollendes Aquarium – und fand Fans im US-Markt. Der Dacia 1310 in seinen späten Versionen war ein Relikt aus einer anderen Zeit, das in Osteuropa dennoch treu seinen Dienst tat. Der Chrysler PT Cruiser spaltete die Meinungen mit seinem Retrolook – zwischen „cool“ und „Karikatur“. Und der Toyota Yaris Verso war der Beweis, dass Funktionalität nicht immer ästhetisch sein muss – aber oft sehr praktisch ist. Auch der Tesla Cybertruck sorgt mit seiner futuristischen, kantigen Panzeroptik zwischen visionärem Design und Bauskizze eines Minecraft-Fans für hitzige Diskussionen.

Nicht unerwähnt bleiben sollten:

Noch einige zusätzliche Modelle verdienen eine lobende oder zumindest neugierige Erwähnung in der Galerie der automobilen Exzentrik. Der Tango T600, ein ultraschmales Elektroauto aus den USA, wirkt wie eine halbe Fahrgastzelle mit Vollgas – technisch spannend, optisch eher futuristischer Einkaufswagen. Der BMW X6 spaltet als „SUV-Coupé“ die Lager: sportlich, wuchtig, aber für viele zu dick aufgetragen. Der Smart Roadster versuchte sich am Mini-Sportwagen-Konzept: Leicht, wendig, charmant, aber sein eigenwilliges „Grinsegesicht“ wurde nicht überall geliebt. Der Renault Mégane, insbesondere die ersten Generationen mit dem markanten, hochgezogenen Heck, zeigte französischen Designmut, der nicht jedem gefiel. Der Audi Q7, vor allem in seiner ersten Generation, wurde als überdimensioniert und fast einschüchternd wahrgenommen, ein SUV, das Eindruck machen will, koste es, was es wolle. Und der Subaru Casa Blanca, ein Retro-Versuch auf Basis des Vivio, überraschte mit Rundscheinwerfern und Chromzierrat. Eine stilistische Zeitreise, die vor allem in Japan Kopfschütteln und Kultfans zugleich hervorrief.

Fazit

Ob schrullig, eigenwillig oder einfach anders: Die hier gezeigten Autos sind mehr als nur Designfehler. Sie sind Ausdruck von Mut, Ideenreichtum und dem Versuch, neue Wege zu gehen. Manche sind daran gescheitert, andere wurden Kult. Und eines ist sicher: In einer Welt, in der viele Fahrzeuge austauschbar wirken, bleiben diese Modelle unvergessen – gerade weil sie aus dem Rahmen fallen. Wer sie fährt oder fuhr, hat definitiv Persönlichkeit bewiesen. Und das ist doch eigentlich ziemlich schön.

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