Das Zweimassenschwungrad: Inspektion, Defekte und Anzeichen für Defekte

Das Zweimassenschwungrad: Inspektion, Defekte und Anzeichen für Defekte

Jeder weiß, dass Defekte am Getriebe sehr kostspielige Reparaturen mit sich führen können. Doch oft ist es nicht das Getriebe selbst, was hier Probleme macht. Manchmal gibt es auch Komplikationen mit dem Zweimassenschwungrad. Das Zweimassenschwunkrad ist eine Komponente, welche Störungen der Drehschwingungen vom Motor von dem Antriebsstrang, sowie dem Getriebe und dem gesamten PKW fernhalten soll. Im Allgemeinen ist das Zweimassenschwungrad eine recht sensible Komponente, denn sie ist enormen Kräften, sowie hohen Temperaturen ausgesetzt. Damit unterliegt das Zweimassenschwungrad also auch Verschleiß und seinen Auswirkungen. Allerdings kann Ihr Fahrzeug mit einem defekten Zweimassenschwungrad nicht weitergefahren werden. Eine Inspektion in einer Werkstatt von Fachleuten sollte nun oberste Priorität für Sie haben. Lassen Sie Spezialisten einen Blick unter die Motorhaube werfen und das Getriebe und das Zweimassenschwungrad begutachten. In den meisten Fällen kann durch den simplen Austausch kleinster Einzelteile oder eine einfache Reparatur der Schaden behoben werden. In anderen Fällen muss das Zweimassenschwungrad komplett ausgetauscht werden.

Die Vorteile eines Zweimassenschwungrades

Die Vorteile eines Zweimassenschwungrades

Das Zweimassenschwungrad bringt viele Vorteile mit sich. Zum einen sorgt das Zweimassenschwungrad für eine längere Lebensdauer des Antriebsstrangs, außerdem sorgt es für eine Reduzierung der Momenten-Spitzen, was wiederum das Getriebe schont. Es sorgt dafür, dass es keine Übertragung von kritischen Drehzahlen auf die Fahrzeugstruktur gibt, denn dies könnte in besonders schlimmen Fällen zur Destruktion des Bauteils führen. Außerdem macht das Zweimassenschwungrad einen gleichmäßigen Lauf des Getriebes möglich, wodurch wieder mehr Geräuschkomfort gegeben ist. Zudem ist hier ein besonders positiver Faktor, dass weniger Kraftstoff verbraucht wird, da Sie Ihren PKW auch niedertourig fahren können, was ansonsten eher ein Risiko wäre, da die Drehzahlen einfach zu niedrig sind. Im Großen und Ganzen macht das Zweimassenschwungrad eine Schwingungsentkopplung zwischen dem Getriebe und dem Motor möglich und das über den kompletten Drehzahlbereich. All diese positiven Effekte kann ein Zweimassenschwungrad auf einen PKW haben und das bei einer recht bescheidenen Größe und geringem Gewicht.

Welche Anzeichen deuten auf ein defektes Zweimassenschwungrad hin?

Zum Glück werden Sie recht schnell deutliche Anzeichen für Defekte am ZMS (Zweimassenschwungrad) wahrnehmen. Wenn Ihnen auffällt, dass ein rasselndes Geräusch vom Getriebe her kommt, oder aber das Lenkrad deutlich vibriert und das im Stand oder beim Anfahren, oder Ihr Fahrzeug insgesamt im Leerlauf ruckelt, dann haben Sie direkte Anzeichen vorliegen, dass mit Ihrem ZMS etwas nicht stimmen könnte. Um allerdings auf Nummer sicher zu gehen, sollten Sie direkt eine Werkstatt aufsuchen. Wir raten dringend von einer DIY-Diagnose oder DIY-Reparatur ab, denn für diese Arbeiten werden gewisse Kenntnisse und spezielle Ausrüstung gebraucht. Gehen Sie also auf Nummer sicher und wenden Sie sich an kompetente Spezialisten. Diese werden zuerst klarstellen, ob es sich wirklich um einen Defekt am ZMS handelt, indem andere Ursachen für Störungen ausgeschlossen werden und dann erst eine intensive Prüfung der besagten Komponente erfolgen wird. Die Werkstatt muss für diese intensive Prüfung das Getriebe komplett ausbauen. Wenn die Fachleute hier nun Risse durch Hitze am Bauteil finden, sowie Schmierfett, das austritt, oder aber eine verschlissene Reibefläche, dann sind dies deutliche Spuren von zu starker Überlastung. Jetzt muss der Freiwinkel genau im Auge behalten werden. Dabei handelt es sich um den Winkel, um welchen sich die zwei Massen der Scheibe verdrehen lassen. Wenn besagter Winkel gemessen wurde, kann der genaue Verschleißgrad des Zweimassenschwungrades diagnostiziert werden.

Was sind die Ursachen für einen Defekt am ZMS?

Was sind die Ursachen für einen Defekt am ZMS

Es bleibt nun also noch die Frage, wie es dazu kommt, dass das ZMS einen Defekt aufweist und ausgetauscht werden muss. Im Großen und Ganzen weist ein ZMS eine Lebensdauer von ca. 180.000 bis 200.000 Kilometern auf. Es handelt sich also um ein Verschleißteil, welches ohnehin früher oder später ausgetauscht werden muss. Es gibt allerdings gewisse Faktoren, die den Verschleiß dieser Komponente zusätzlich begünstigen. Meist haben diese Faktoren mit einer fälschlichen Belastung der Kupplung oder des Motors zu tun. Wenn Sie beispielsweise gerne ruckartig Einkuppeln, kann dies zu einem schnelleren Verschleiß des Zweimassenschwungrades führen. Doch auch das beliebte Chiptuning, welches für eine Steigerung der Leistung des Motors sorgen soll, kann negative Auswirkungen für das ZMS mit sich führen. Zudem sollten Sie vermeiden, relativ häufig mit schweren Anhängern zu fahren, was ebenfalls eine enorme Belastung für das ZMS bedeutet.

Aus welchen weiteren Anlässen muss das ZMS ausgetauscht werden?

Es gibt viele Ursachen, die einen Austausch rechtfertigen würden. Unter anderem kann eine Überbelastung aufgrund der Hitze entstanden sein, doch auch ein defekter Zahnkranz, sowie ein Bruch am Bauteil sind Schäden, die nur durch einen Austausch behoben werden können. Worauf die Spezialisten hier achten werden: ein ZMS wird niemals gegen ein einteiliges Schwungrad ersetzt, da dies strikt verboten ist.

Was sind die Kosten, die bei einer Reparatur eines ZMS auf mich zukommen können?

Das ZMS ist ein recht zerbrechliches Bauteil, auch wenn große Kräfte darauf wirken. Hinzu kommt, dass viele Teile demontiert werden müssen, um das ZMS überhaupt erreichen zu können. In den meisten Fällen muss, wie oben erwähnt, vorerst das gesamte Getriebe ausgebaut werden, bevor überhaupt das ZMS erreicht werden kann. Außerdem wird bei diesem Austausch auch gerne die komplette Kupplung ersetzt. Da sich bei diesen Arbeiten also viele Arbeitsstunden ansammeln und auch die Komponenten an sich nicht günstig sind, kann die Rechnung für diese Austauscharbeiten schnell im vierstelligen Bereich liegen. Das ZMS selbst muss nicht unbedingt sehr teuer sein. Es kommt auf die Leistung und das Drehmoment an, welches das ZMS übertragen muss. Was die Arbeitsstunden betrifft, so können Sie davon ausgehen, dass Spezialisten ungefähr fünf Stunden brauchen werden, um die Austauscharbeiten erfolgreich abzuschließen.

Das Fazit und ein Tipp von AutoDoc

Das ZMS ist ein Verschleißteil, was also bedeutet, dass ein Austausch früher oder später erfolgen muss. Doch wenn Sie darauf achten, die Kupplung Ihres Fahrzeugs nicht unnötig zu belasten, so schonen Sie auch das ZMS und können einen erforderlichen Austausch somit hinauszögern. Wenn allerdings die ersten Anzeichen auf einen Defekt des ZMS auftreten, dann sollten Sie nicht lange zögern. Machen Sie einen Termin in einer Werkstatt und lassen Sie die Komponente von Fachleuten inspizieren. Ein Tipp von AutoDoc: verzichten Sie auf eine DIY-Inspektion und DIY-Reparaturen. Letztendlich wird Sie dies mehr Geld kosten, als wenn Sie sich an kompetente Fachleute wenden

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