Die Wartung und Pflege des Motorrads – das sollten Sie wissen

Die Wartung und Pflege des Motorrads – das sollten Sie wissen

Motorradfahren ist eine Leidenschaft. Jeder Motorradfahrer kann das bestätigen. Während die Fahrt mit einem Kfz dafür bestimmt ist, von einem Ort zum nächsten zu gelangen, und es hier demnach eher um die Praktikabilität des Fahrzeugs geht, sind gerade Motorradfahrer diejenigen, die mit voller Leidenschaft und Faszination dem sportlichen Zweirad verfallen sind. Kein Wunder: das Fahren mit dem Motorrad verschafft ein Gefühl von Freiheit und lässt Alltagssorgen schnell verblassen. Außerdem faszinieren Motorräder durch ihr sportliches Design und ihre herausragende Leistung, auch wegen des geringen Gewichts im Vergleich zu einem Kfz.

Motorräder brauchen allerdings die richtige Pflege, um besonders lange im Straßenverkehr Sicherheit und Leistung versprechen zu können. Auch eine regelmäßige Wartung sowie ein TÜV sind hier notwendig, um auszuschließen, dass das Fahrzeug eine Gefahr für die Teilnehmer im Straßenverkehr darstellt.

Die Wartung des Motorrads – was ist der Unterschied zwischen kleiner und großer Inspektion?

Einmal alle 12 Monate sollte ein Motorrad in einer Werkstatt vorgeführt werden, um hier alle Baugruppen und Einheiten überprüfen zu lassen. Man unterscheidet hier zwischen der kleinen und der großen Inspektion. Die kleine Inspektion umfasst hier die Kontrolle des Kupplungsspiels, sowie die Bremsbeläge und die Luftfilter. Meist reicht hier eine visuelle Inspektion. Deswegen genügt es, wenn man über die nötige Erfahrung und das Basiswissen bei Motorrädern verfügt. Oft werden kleine Inspektionen deswegen von den Motorradbesitzern eigenständig durchgeführt. Allerdings sollte sich jeder Motorradbesitzer darüber im Klaren sein, dass Fachleute aus einer Werkstatt das besser geschulte Auge haben und demnach Defekte und Probleme besser erkennen können.

Die große Inspektion hingegen verlangt neben dem Basiswissen und der nötigen Kompetenz auch noch spezielles Werkzeug. Denn bei der großen Inspektion werden hier beispielsweise Bremsflüssigkeit oder Kühlflüssigkeit ausgetauscht. Da bei diesen für die Baugruppen des Motorrads entscheidenden Arbeiten keine Missgeschicke geschehen dürfen, wird für die große Inspektion unbedingt der Besuch in einer Werkstatt empfohlen.

Wartung selbst durchführen – worauf sollte man achten?

motorrad ersatzteile

Einige Motorradfahrer ziehen es wie gesagt vor, die kleine Inspektion selbst durchzuführen. Was die große Inspektion betrifft, so vertraut man an dieser Stelle doch lieber den Fachleuten einer Werkstatt. Doch einige Motorradfahrer sparen auch dadurch Geld ein, indem sie die Inspektion zwar in einer professionellen Werkstatt durchführen lassen, allerdings die Bauteile, die ausgetauscht werden müssen, selbst besorgen und damit im Einkaufspreis der Komponenten Geld sparen. Somit wird nur der Stundenlohn der Profis in der Werkstatt fällig und man kann sich darauf verlassen, dass kompetente Arbeit verrichtet wird.

Wenn Sie sich nun aber dafür entschieden haben, die kleine oder sogar die große Inspektion eigenständig durchzuführen, sollten Sie diese Arbeiten bis ins Detail genau planen. Lassen Sie sich genau durch den Kopf gehen, welche Schritte in welcher Reihenfolge zu tun sind. Kaufen Sie nötige Bauteile bereits im Voraus, bevor Sie mit der Arbeit beginnen. Schauen Sie sich vor Arbeitsbeginn außerdem hilfreiche Videos auf Youtube an oder bestellen Sie Arbeitshandbücher für Motorräder, sodass Sie die nötigen Schritte bereits im Kopf durchgegangen sind. Hilfreich ist es außerdem, jemanden zu kennen, den man bei Bedarf um Hilfe fragen kann, falls sich Komplikationen ergeben.

Achten Sie außerdem darauf, dass das Motorrad während der Wartungsarbeiten sicher steht. Sie sollten dafür einen verlässlichen Hauptständer besitzen. Ein Umkippen des Motorrads während der Arbeiten wäre fatal und könnte wichtige Einheiten irreparabel zerstören. Vermeiden Sie dies also unbedingt mit Hilfe eines sicheren Stands.

Wie kann ich mein Motorrad ideal pflegen, damit es besonders lange im guten Zustand bleibt?

Neben der regelmäßigen Wartung des Motorrads, die sich aus kleiner und großer Inspektion zusammensetzt, ist auch die richtige Pflege dieses Fahrzeugs ein absolutes Muss, um eine reibungslose Funktion und absolute Sicherheit im Straßenverkehr voraussetzen zu können. Sie sollten wissen, dass das Motorrad dem klassischen Verfall und Verschleiß viel eher ausgesetzt ist als ein Kfz. Unter anderem deswegen, da die Technik und die wichtigsten Einheiten eines Motorrads regelmäßig direkt den verschiedensten Witterungsverhältnissen ausgesetzt sind. Wenn Sie sich also gleich darauf einstellen, Ihr Motorrad regelmäßig zu pflegen, können Sie mit längerem Spaß beim Fahren und einem höheren Wiederverkaufswert in baldiger Zeit rechnen.

Beispielsweise sollten Sie daran denken, die Motorradkette regelmäßig mit Öl zu beschmieren. Doch auch das Reinigen der Felgen kann dafür sorgen, dass nicht so schnell Kratzer entstehen. Und was den Winter betrifft – was kann getan werden, damit Ihr Motorrad bestmöglich durch den Winter kommt?

Die meisten Motorräder werden aus gutem Grund für den Winter abgemeldet und bekommen eine Winterpause. Auch aus Sicherheitsgründen, da die Fahrt mit einem Motorrad im Winter durchaus Risiken birgt. So werden vereiste Straßen oder aber nasses Laub auf der Fahrbahn schnell zu einer Ursache für einen fatalen Unfall. Lassen Sie Ihr Motorrad deswegen im Winter lieber stehen. Doch bevor die Winterpause eintritt, können Sie in puncto Pflege des Motorrads einige Schritte durchführen:

Tanken Sie bis zum Rand voll, damit hier kein Rost im Innern des Tanks ansetzen kann. Wechseln Sie außerdem das Öl. Besprühen Sie zudem die Kette reichlich mit Fett – wie eben bereits oben beschrieben. Sie können zudem die Batterie ausbauen und diese dort lagern, wo es warm und auch trocken ist. Außerdem kann das Motorrad selbst mit einem Konservierungsspray behandelt werden, um hier vor einer Bildung von Rost zu schützen. Pumpen Sie außerdem die Reifen vor der Winterpause auf – und das etwas mehr als in der Bedienungsanleitung angegeben. Somit können Sie zum Frühlingsanfang, wenn die erste Fahrt mit Ihrem Motorrad wieder bevorsteht, sicher sein, dass der Reifendruck nach all den Monaten nicht zu niedrig ist.

Das Fazit und ein Tipp von AutoDoc: Jeder Motorradfahrer weiß, wie wichtig Wartung und Pflege des Motorrads sind. Was die kleine und die große Inspektion betrifft, so vertraut der eine oder andere sein Motorrad lieber Spezialisten in einer Werkstatt an. Dann weiß man sicher, dass qualitativ hochwertige Arbeit am Fahrzeug erfolgen wird. Wieder andere Motorradbesitzer führen die Arbeiten lieber selbst durch. Mit dem richtigen Know-How und der nötigen Ausrüstung ist dies durchaus möglich. Die Pflege des Motorrads hingegen kann bedenkenlos auch von Laien durchgeführt werden. AutoDoc empfiehlt Ihnen hier, nach der Winterpause die Funktion des Abblendlichts, des Fernlichts, sowie Rückleuchten und Bremslichter, wie auch Blinker, Hupe und die Kennzeichenbeleuchtung zu prüfen. Dann kann die Fahrt im Frühjahr wieder bedenkenlos starten.

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