Glühkerzen – wofür sind sie da und was sollte man über sie wissen

Glühkerzen – wofür sind sie da und was sollte man über sie wissen

Jeder Autoliebhaber tut alles, damit sein Fahrzeug in einem einwandfreien Zustand bleibt. Eine Inspektion beispielsweise wird meist alle zwei Jahre gemacht und gibt dem Fahrzeughalter die Möglichkeit, von Experten in einer Werkstatt eine detaillierte Einschätzung zum aktuellen Zustand der verschiedenen Baugruppen und Einheiten des Fahrzeugs zu bekommen. Somit ist der Fahrzeughalter im Bilde darüber, welche Kosten zukünftig in das Fahrzeug investiert werden müssen. Doch es sind nicht nur die größeren Baugruppen und Einheiten, die entscheidend dafür sind, dass ein Fahrzeug funktioniert und problemlos startet. Auch die reibungslose Funktion der Glühkerzen ist an dieser Stelle sehr wichtig. Wie den meisten durchaus klar ist, sind Dieselmotoren Selbstzünder, was heißt, dass der eingespritzte Kraftstoff sich entzündet, ohne dass es dabei einen Zündfunken braucht. Doch wie genau läuft dieser Vorgang ab? Und was sind nachglühfähige Glühkerzen? Auf diese und einige weitere Fragen wollen wir im Folgenden näher eingehen.

Wie genau läuft der Vorgang ab?

Die Funktion einer Glühkerze läuft ganz einfach ab. Zunächst einmal wird Luft angesaugt, diese wird dann auf bis zu 55 bar verdichtet und auf bis zu 900 Grad erhitzt. Nun wird Diesel in die Brennkammer gespritzt. Da die Luft eine so hohe Temperatur aufweist, wird nun eine Selbstzündung stattfinden. Nun folgt eine Erhöhung des Innendrucks, sodass der Motor nun leistungsfähig ist. Die Einspritzsysteme der Selbstzünder sind an dieser Stelle aufwendiger, genau wie die Bauform der Einheiten und Systeme. Doch was sind nun nachglühfähige Glühkerzen? Dazu solltest du wissen, dass die heutigen modernen Fahrzeuge meist mit nachglühfähigen Glühkerzen produziert werden. Sie unterscheiden sich von den herkömmlichen Glühkerzen insofern, als dass sie während des Starts, davor, danach und auch während des Betriebs des Motors glühen. Sobald das Zündschloss betätigt wird, beginnt dieser Vorgang. Herrscht draußen eine normale Temperatur, so kann man von 3 bis 5 Sekunden ausgehen, bis der Motor die ideale Betriebstemperatur erreicht hat. Nur wie genau läuft ein Schnellstart der Glühkerzen ab? Hier solltest du wissen, dass es den Ingenieuren gelungen ist, die nachglühfähigen Glühkerzen auf eine Glühzeit von bis zu fünf Sekunden zu verkürzen.

Was ist die Lebensdauer einer Glühkerze?

Was die Lebensdauer dieser Teile betrifft, so variiert diese natürlich je nachdem wie viel und intensiv ein Fahrzeug genutzt wird. Denn umso mehr ein Wagen gefahren wird, umso mehr Starts liegen folgerichtig vor, also ist auch der Verschleiß der Glühkerzen dann deutlich höher. Doch pauschal kann man davon ausgehen, dass alle 150.000 km die Glühkerzen gewechselt werden müssen. Dies ist meist bei Fahrzeugen der Fall, die viel auf Langstrecken gefahren werden, was generell für Fahrzeuge mit Dieselmotor eine gute Sache ist. Wenn du allerdings mehr auf kurzen Strecken unterwegs bist, dann kannst du dich auch darauf einstellen müssen, dass ein Austausch hier schon nach nur 50.000 km nötig sein könnte. Du solltest außerdem wissen, dass diese Teile entweder aus Keramik oder aus Metall gefertigt werden. Die neueren Modelle werden meist mit Komponenten aus Keramik hergestellt, da diese Produkte hohen Temperaturen besser standhalten können. Außerdem kann hier ein Vorglühen beschleunigt werden. Achte allerdings unbedingt darauf, dass bei einem Austausch immer die Glühkerze ersetzt wird, die auch kompatibel zu dem Automodell ist, das du fährst. Dies ist unabdingbar, um eine ideale Funktion zu gewährleisten und keine anderen Baugruppen zu beschädigen. Im Folgenden wollen wir detailliert auf die Schritte eingehen, die du bei einem Austausch der Glühkerzen beachten solltest.

Defekte der Glühkerzen – was sind Anzeichen dafür?

Defekte der Glühkerzen - was sind Anzeichen dafür?

Um bei defekten Glühkerzen schnell reagieren zu können, solltest du die Anzeichen kennen, die auf Defekte oder Probleme hinweisen. Solltest du feststellen, dass der Motor deines Fahrzeugs ruckelt oder auf andere Weise unruhig klingt, dann ist dies meist ein Anzeichen für Probleme mit dem besagten Bauteil. Besonders dann, wenn du feststellst, dass der Motor, nachdem er warm gelaufen ist, besser klingt. Doch auch eine auffällige Rauchentwicklung aus dem Motorraum nach dem Starten des Wagens kann auf Defekte hinweisen. Ist außerdem die Vorglühdauer verlängert, weist dies meist auf schleichende Fehler der Bauteile hin. Doch nicht immer deuten sich Fehler schleichend an: denn im schlimmsten Fall lässt sich der Motor gar nicht erst starten. Doch auch hier gilt es, Ruhe zu bewahren. Ein Austausch der defekten Komponente behebt das Problem meist gänzlich. Außerdem ist so ein Wechsel alles andere als kompliziert. Im Folgenden wollen wir auf die Schritte eingehen, die beim Glühkerzen-Austausch beachtet werden sollten.

Kann ich den Austausch selbst durchführen und wie geht das?

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Im Allgemeinen gilt: der Wechsel dieser Komponente kann auch von Laien ausgeführt werden. Alles, was du dafür mitbringen solltest, ist ein wenig technisches Geschick und das nötige Basiswissen über Fahrzeuge im Allgemeinen. Hast du allerdings keinerlei Erfahrung in puncto kleiner Reparaturen oder Austausch-Arbeiten an deinem Wagen, dann empfehlen wir dir, dich an Spezialisten zu wenden oder dich wenigstens an einen erfahrenen Fachmann zu wenden, der dir als Unterstützung über die Schulter sieht. Traust du dir diese Aufgabe zu? Dann sind hier die Arbeitsschritte, an die du dich halten solltest:

  1. Klemme zuerst den Minuspol von der Batterie ab.
  2. Demontiere die alten Glühkerzen. Wende hier nicht zu viel Kraft an! Trenne zuerst die elektrischen Verbinder. Entferne dann den Schmutz um das alte Teil. Nun sollte mit einem Drehmomentschlüssel die Komponente demontiert werden. Achte auf das Bruchdrehmoment!
  3. Falls sich feste Glühkerzen nicht lösen lassen, kann hier auch mit Öl oder Rostlöser gearbeitet werden. 
  4. Wenn die Komponenten ausgebaut wurden, muss nun der Schaft gereinigt werden.
  5. Das neue Bauteil kann jetzt von dir ordnungsgemäß wieder eingebaut werden. Achte hier unbedingt darauf, dass du die richtige Komponente montieren willst. Sie muss kompatibel zum Modell und Motortyp deines Fahrzeugs sein. Wenn du dir nicht sicher bist, wende dich an einen Fachmann.

Das Fazit und ein Tipp von AutoDoc

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass Glühkerzen ein unabdingbarer Bestandteil des Motors sind, ohne die sich ein Motor gar nicht erst starten lässt. Sind Glühkerzen defekt, läuft der Motor entweder ruckelnd und unruhig, oder lässt sich im schlimmsten Fall gar nicht erst starten. Doch die gute Nachricht ist: ein Austausch dieser Komponenten ist nicht schwierig. Wenn du etwas Basiswissen und Erfahrung mitbringst, kann du den Wechsel selbst durchführen. Außerdem kommen keine hohen Kosten auf dich zu. Doch AutoDoc empfiehlt an dieser Stelle, unbedingt die Kompatibilität dieser Bauteile zu berücksichtigen. Bevor du also die falschen Teile kaufst, wende dich an eine Werkstatt und lasse dich fachmännisch beraten.

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