Wie kann ich mein Auto selbst lackieren

Wie kann ich mein Auto selbst lackieren

Für einige Autobesitzer ist das Fahrzeug nur ein Transport-Gegenstand, der seinen Besitzer sicher von A nach B bringen soll. Doch in der heutigen Zeit ist das Auto mehr und mehr auch Statussymbol geworden oder aber eine Freizeitbeschäftigung für den einen oder anderen. Nicht wenige Fahrzeugbesitzer verbringen gerne ihre Zeit in der kleinen privaten Werkstatt-Garage und schrauben dort an Ihrem Fahrzeug herum. Doch auch der Kauf von neuen Felgen oder aber die Tönung der Scheiben des Fahrzeugs kann das gesamte Exterieur eines Fahrzeugs auf den Kopf stellen und das Erscheinungsbild um einiges verbessern. Getönte Scheiben und Felgen lassen hier beispielsweise das Auto deutlich sportlicher aussehen. Und einige Autobesitzer wagen sich auch einen Schritt weiter und spielen mit dem Gedanken, die Karosserie Ihres Wagens gänzlich zu lackieren.

Dies ist eine Herausforderung, die man sich als Laie vielleicht eher nicht zutrauen sollte – jedenfalls nicht ohne die Hilfe und Beratung von Experten.

Es sollte Ihnen vorher unbedingt bewusst sein, ob Sie Ihr Fahrzeug nach dem Lackieren noch verkaufen möchten oder ob Sie es weiterhin für sich gebrauchen wollen. Denn eines sollte Ihnen klar sein: möchten Sie das Lackieren selbst durchführen und haben hier noch keine Erfahrungen gesammelt, so können Sie davon ausgehen, dass beim ersten Versuch die Arbeit eines Laien erkennbar sein wird. Mindestens beim genauen Hinsehen wird man erkennen können, wo genau lackiert wurde. Wenn Sie also eine Aufbereitung des Fahrzeugs planen, um es später besser verkaufen zu können, sollten Sie entweder bereits über Erfahrungen im Lackieren verfügen oder sich an dieser Stelle besser an eine Werkstatt wenden, um ein optimales Ergebnis erzielen zu können.

Welche Schritte gehören zum Lackieren dazu?

Im Folgenden möchten wie Sie Schritt für Schritt an eine Lackierung in Eigenleistung heranführen. Sie sollten sich aber bewusst sein, dass auch bei der besten Anleitung die Unerfahrenheit bei dieser Arbeit später zu sehen sein wird. Erwarten Sie also anfangs nicht zu viel. Diese Arbeit erfordert Fingerspitzengefühl.

Der erste Schritt für eine Lackierung Ihres Fahrzeugs beinhaltet das Entfernen und Reinigen der Anbauteile. Natürlich können Sie die Teile, die nicht lackiert werden sollen, auch mit Kreppband überkleben, erfahrungsgemäß ist es aber sinniger, die größeren Teile, die sich leicht demontieren lassen, auszubauen und dann zu lackieren. Dichtungen hingegen können mit Kreppband überklebt werden. Achten Sie auch bei dem Kreppband auf Hochwertigkeit, damit keine Schlieren mit dem Lack entstehen.

Spachtelmasse für Auto

Sollte sich herausstellen, dass die Karosserie, die Sie lackieren möchten, Beulen aufweist, so sollten Sie diese vorher ausspachteln. Nachdem Sie die Spachtelmasse aufgetragen haben, sollte diese mit Schleifpapier abgeschliffern werden. Auch hier gilt die Regel: sparen Sie nicht an Geld, was den Kauf von Arbeitsmaterialien angeht. Die Arbeit mit hochwertigen Schleifpapier zahlt sich letztendlich aus.

Nun sollten Sie die Karosserie Ihres Fahrzeugs entfetten. Ideal wäre hier die Nutzung eines Silikonreinigers.

Wichtig: Achten Sie vor dem Beginn der Arbeit darauf, unbedingt in einem überdachten Raum zu arbeiten. Ideal wäre natürlich die Arbeit in einer Garage, doch auch ein Carport wäre hier möglich. Warum das so wichtig ist? Besonders nach Abschließen der Arbeiten sollten Sie unbedingt vermeiden, dass Insekten, Laub oder Staub den frisch aufgetragenen Lack berühren.

Auf welche Art soll ich die Karosserie meines Fahrzeugs lackieren?

Nun stellt sich final die Frage, auf welche Weise Sie Ihr Fahrzeug lackieren sollten. Es gibt hier die Möglichkeiten, dies mit einer Spraydose, einer Sprühpistole oder einer Farbrolle durchzuführen.

Spraydose für Auto

Bei der Arbeit mit der Spraydose sollten Sie darauf acht geben, die gesamte Fläche der Karosserie auch gleichmäßig zu bearbeiten. Außerdem sollte die Spraydose bis zu 30 cm entfernt vom Lack gehalten werden, während die Arbeit vollzogen wird. Ansonsten müssen Sie mit so genannten Lackiernasen rechnen.

Wenn Sie mit Sprühpistole lackieren möchten, sollten Sie ebenfalls einen Mischeimer zum Anrühren der Farbe mit dem Verdünner und dem Härtemittel besitzen. Außerdem empfehlen wir Ihnen, eine Atemmaske zu besorgen, sowie einen Schutzanzug, denn: Gesundheit geht vor. Arbeiten Sie beim Lackieren mit Sprühpistole immer von oben nach unten.

Das Rollieren der Karosserie mit einer Farbrolle wird eher selten praktiziert, trotzdem sollten Sie, falls Sie diese Art der Lackierung präferieren, darüber informiert sein, wie Sie vorgehen sollten: sie sollten eine Farbwanne und eine Farbrolle besorgen. Für die glatten Oberflächen der Karosserie sollten Sie eine Gummi-Farbrolle verwenden. Tragen Sie den Lack außerdem im Kreuzgang auf, damit auch eine komplette Deckung der Farbe erzielt werden kann. Auch hier sollten Sie oben am Fahrzeug beginnen und sich bis nach unten langsam und gründlich vorarbeiten.

Zum Abschluss können Sie die Lackierarbeiten noch mit einer guten Politur aufbessern. Dadurch werden Sie mit dem Gesamtergebnis besonders zufrieden sein.

Was sind die Vorteile und die Nachteile, wenn Sie Ihr Fahrzeug selbst lackieren?

Bevor Sie mit der Arbeit beginnen, sollten Sie sich bewusst machen, was die Vorteile und die Nachteile sind, wenn Sie diese Arbeit eben nicht Profis anvertrauen, sondern selbst Hand anlegen wollen. Sie sparen auf jeden Fall viel Geld, wenn Sie die Arbeit selbst in die Hand nehmen. Außerdem können Sie Ihre Kreativität frei ausleben und sich intensiv mit Ihrem Fahrzeug beschäftigen. Besonders für diejenigen, die sehr stolz auf Ihren Wagen sind und sich gerne in Ihrer Freizeit mit dem Fahrzeug beschäftigen, wird es besonders angenehm sein, einige Stunden in der Garage seinem geliebten Wagen zu widmen. Doch denken Sie immer daran, dass die Lackierarbeiten eines Laien im Nachhinein sichtbar sein werden. Ist Ihr Fahrzeug verhältnismäßig alt und nicht mehr so viel wert, setzen Sie hier nicht sonderlich viel aufs Spiel. Doch wenn Sie einen Neuwagen besitzen, bei dem Sie auf keinen Fall einen Wertverlust riskieren möchten, sollten Sie sich doch besser an Spezialisten in einer Werkstatt wenden und das Lackieren Profis überlassen. Sie können Ihr Geschick beim Lackieren dann besser an anderen Fahrzeugen testen.

Das Fazit und ein Tipp von AutoDoc: Schlussendlich lässt sich festhalten, dass das Lackieren eines Fahrzeugs den einen oder anderen Fahrzeugbesitzer reizt. Die Arbeit kann Spaß machen, besonders dann, wenn man gerne Zeit mit Bastelarbeiten an seinem Wagen verbringt. Neue Herausforderungen werden dann gerne angenommen. Doch AutoDoc empfiehlt an dieser Stelle, seine eigenen Fähigkeiten beim Lackieren nur bei den Fahrzeugen auf die Probe zu stellen, die bereits etwas älter sind und keinen großen Wert mehr haben. Im Nachhinein wird es Sie nicht so sehr ärgern, falls das Ergebnis nicht ganz Ihren Vorstellungen entspricht. Und Übung macht bekanntlich den Meister.

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