
- 1 Was ist ein Mopedführerschein und welche Klassen gibt es?
- 2 Wie viel kostet ein Mopedführerschein insgesamt?
- 3 Regionale Unterschiede: Kosten in Sachsen, Thüringen und Brandenburg
- 4 Kosten für den Mopedführerschein mit 15 Jahren
- 5 Veränderungen: Der Mopedführerschein 2025
- 6 Unterschiede zwischen den Führerscheinklassen: AM und A1
- 7 Zusätzliche Kosten: Was man beachten sollte
- 8 FAQ
Ein „Mopedführerschein“ kostet in Deutschland nicht bundesweit einheitlich. Die Gesamtkosten hängen vor allem von der Führerscheinklasse, der Fahrschule, der Region und der Zahl der benötigten Fahrstunden ab. Für die Klasse AM nennt der ADAC als realistischen Rahmen etwa 500 bis 1.200 Euro. Die Klasse A1 ist deutlich teurer, weil zusätzlich gesetzlich vorgeschriebene Sonderfahrten und meist mehr Praxisstunden anfallen; pauschale Untergrenzen wie 800 Euro sind deshalb oft zu niedrig angesetzt.
Was ist ein Mopedführerschein und welche Klassen gibt es?

Der Begriff „Mopedführerschein“ wird umgangssprachlich meist für die Klassen AM und A1 verwendet. Klasse AM gilt für Kleinkrafträder bis 45 km/h, bei Verbrennungsmotoren bis 50 cm³ und bei Elektroantrieb bis 4 kW Dauer-Nennleistung. Klasse A1 gilt für Leichtkrafträder bis 125 cm³ und 11 kW. Das Mindestalter liegt bei AM in Deutschland bei 15 Jahren und bei A1 bei 16 Jahren.
Beide Klassen erfordern eine theoretische und praktische Ausbildung sowie eine Theorie- und Praxisprüfung. Beim Theorieunterricht sind bei Ersterwerb für AM mindestens 12 Doppelstunden Grundstoff plus 2 Doppelstunden Zusatzstoff vorgeschrieben; bei A1 sind es 12 Doppelstunden Grundstoff plus 4 Doppelstunden Zusatzstoff.
Wie viel kostet ein Mopedführerschein insgesamt?
Für die Klasse AM sollte man insgesamt meist mit rund 500 bis 1.200 Euro rechnen. Darin sind Fahrschulkosten enthalten; zusätzlich kommen unter anderem Sehtest, Erste-Hilfe-Kurs, Passfoto, Antragsgebühren und Prüfungsgebühren hinzu. Die amtlichen Prüfungsgebühren bei TÜV SÜD liegen aktuell bei 24,99 Euro für die Theorieprüfung und 129,83 Euro für die praktische Prüfung der Klasse AM.
Für die Klasse A1 liegen die Gesamtkosten in der Praxis meist deutlich höher als bei AM. Allein der Grundbetrag der Fahrschule wird vom ADAC für A, A1 und A2 mit rund 250 bis 690 Euro angegeben. Hinzu kommen Vorstellungsgebühren der Fahrschule, Übungsstunden, 12 Sonderfahrten sowie die amtlichen Prüfungsgebühren von 24,99 Euro für die Theorie und 162,67 Euro für die praktische Prüfung.
Regionale Unterschiede: Kosten in Sachsen, Thüringen und Brandenburg
Die Kosten unterscheiden sich regional spürbar, weil Fahrschulen ihre Preise selbst festlegen. Öffentlich einsehbare Preislisten zeigen, dass AM in Ostdeutschland je nach Ort grob zwischen 900 und 1.800 Euro liegen kann, während A1 wegen der Pflicht-Sonderfahrten häufig eher bei 1.900 bis 3.200 Euro landet. In Brandenburg finden sich teils günstigere Beispiele, etwa in Cottbus mit 380 Euro Grundgebühr, 55 Euro pro AM-Übungsstunde und 68 Euro pro A1-Sonderfahrt. In Thüringen liegen Erfurter Beispiele höher, mit etwa 590 bis 600 Euro Grundbetrag für AM, 600 bis 650 Euro für A1 und Fahrstunden um 70 bis 75 Euro. In Sachsen können die Preise nochmals darüber liegen; eine Fahrschule in Hartha nennt 750 Euro Grundbetrag, 85 Euro je AM-Übungsstunde und 95 Euro je A1-Fahrstunde. Diese Werte sind keine amtlichen Durchschnittspreise, sondern realistische Orientierungen aus aktuellen Preislisten; besonders die Zahl der benötigten Übungsstunden kann die Gesamtkosten deutlich verändern.
Kosten für den Mopedführerschein mit 15 Jahren
Wer die Klasse AM mit 15 Jahren macht, zahlt grundsätzlich dieselben Fahrschul- und Prüfkosten wie ältere Bewerber. Es gibt dafür kein Modell des begleiteten Fahrens wie beim Pkw-Führerschein mit 17. Wichtig ist nur: Wer AM bereits mit 15 erwirbt, darf bis zum 16. Geburtstag nur in Deutschland fahren; Fahrten ins Ausland sind erst ab 16 erlaubt.
Veränderungen: Der Mopedführerschein 2025
Für 2025 gab es keinen bundeseinheitlichen Festpreis für den Mopedführerschein. Maßgeblich bleiben die individuellen Preise der Fahrschulen sowie die amtlichen Prüfungsgebühren. In der bei TÜV SÜD abrufbaren Gebührentabelle sind die amtlichen Gebühren weiterhin mit dem Stand „gültig ab 31.01.2024“ ausgewiesen. Aussagen über flächendeckend neue Ausbildungskosten oder bereits beschlossene Mehrkosten sollten deshalb nur mit konkreter Quelle getroffen werden.
Unterschiede zwischen den Führerscheinklassen: AM und A1

Der wichtigste Unterschied ist: AM ist die günstigere Einstiegsoption für Kleinkrafträder bis 45 km/h, während A1 mehr Fahrzeugfreiheit bietet, aber deutlich teurer ist. Bei AM gibt es keine gesetzlich festgelegte Mindestzahl an Praxisstunden; der Umfang wird von der Fahrschule nach dem Lernfortschritt bestimmt. Bei A1 kommen dagegen gesetzlich vorgeschriebene Sonderfahrten hinzu.
Für A1 sind die Sonderfahrten gesetzlich vorgegeben und werden vom ADAC mit fünf Überlandfahrten, vier Autobahnfahrten und drei Nachtfahrten beschrieben. Genau diese Pflichtfahrten treiben die Kosten im Vergleich zu AM deutlich nach oben.
Zusätzliche Kosten: Was man beachten sollte
Neben den eigentlichen Fahrschulkosten fallen weitere Ausgaben an. Ein Erste-Hilfe-Kurs kostet laut ADAC-Beispielen etwa rund 60 Euro, ein Sehtest ist je nach Anbieter kostenlos oder kostet nur wenige Euro, und ein biometrisches Passfoto liegt bei ungefähr 10 Euro. Dazu kommen in vielen Fällen noch Gebühren der Führerscheinstelle.
Auch Schutzausrüstung sollte eingeplant werden, vor allem bei A1. Der ADAC weist darauf hin, dass Motorradschüler bei Ausbildung und Prüfung nicht nur einen Helm, sondern Schutzkleidung benötigen. Teilweise kann Ausrüstung in der Fahrschule geliehen werden, oft wird später aber eigene Ausrüstung nötig.
FAQ
Kann ich den Mopedführerschein online beantragen?
Den Führerscheinantrag kann man laut ADAC schriftlich oder online bei der Führerscheinstelle am Wohnort stellen. Häufig unterstützt auch die Fahrschule bei der Antragstellung.
Wie lange dauert die Ausbildung für die Klasse AM?
Eine pauschale Dauer gibt es nicht. Sie hängt vor allem davon ab, wie schnell Theorieunterricht, Praxisstunden, Antrag und Prüfungstermine absolviert werden. Da die Zahl der Praxisstunden bei AM nicht gesetzlich festgelegt ist, variiert die Ausbildungsdauer von Person zu Person.
Gilt der deutsche Mopedführerschein auch im Ausland?
Bei AM ab 15 gilt die Fahrerlaubnis bis zum 16. Geburtstag nur in Deutschland. Erst ab 16 sind Fahrten ins Ausland erlaubt. Für A1 gelten diese Einschränkungen nicht in derselben Form.
Was passiert, wenn ich die Prüfung nicht bestehe?
Wird die Theorie- oder Praxisprüfung nicht bestanden, fallen die Gebühren erneut an. Laut TÜV SÜD gelten bei Wiederholungsprüfungen die gleichen Gebühren. Das bedeutet aktuell bei AM erneut 24,99 Euro für die Theorie und 129,83 Euro für die Praxis, bei A1 erneut 24,99 Euro für die Theorie und 162,67 Euro für die Praxis; hinzu kommen gegebenenfalls erneut Vorstellungsgebühren der Fahrschule.







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