Feuchtigkeit im Auto: Wie können Sie diese mit einfachen Mitteln bekämpfen

Feuchtigkeit im Auto: Wie können Sie diese mit einfachen Mitteln bekämpfen

Es gibt viele Gründe für Feuchtigkeit im Auto. Doch egal, ob die Ursache ein offenes Fenster im Regen oder aber das Schwitzen der Insassen war; Feuchtigkeit kann Ihr Fahrzeug substanziell beschädigen und muss daher immer möglichst sofort wieder beseitigt werden. Insbesondere die Fahrzeugelektronik, aber auch die Karosserie könnte diese Ihnen sonst übelnehmen. So entsteht Korrosion oder das Rosten bestimmter Bauteile beschleunigt sich erheblich. Doch langer Rede, kurzer Sinn – wir erklären Ihnen in diesem Artikel, wie überhaupt Feuchtigkeit ins Fahrzeug gelangen kann und wie Sie diese schnell wieder loswerden können.

Wie kommen Wasser und Feuchtigkeit in Ihr Auto?

Wie kommen Wasser und Feuchtigkeit in Ihr Auto

In vielen Fällen geschieht dies durch Unachtsamkeit. So kommt es immer wieder vor, dass Fahrzeugfenster offenstehen oder sich öffnen, während es stark regnet. So kann das Wasser direkt durch die Fensteröffnungen in den Fahrzeuginnenraum gelangen. In diese Falle sollten Sie versuchen, so viel wie möglich von der eingedrungenen Flüssigkeit aufzunehmen, damit nicht erst Wasser im Fußraum des Autos steht. Auch die Polster sollten Sie möglichst schnell trocknen, um Wasser- sowie Stockflecken zu vermeiden. Beseitigen Sie diese oft große Flüssigkeitsmenge nicht ordnungsgemäß, kann durch die Feuchtigkeit im Auto auch Schimmel entstehen.

Ein weiterer Ursachenkomplex sind natürlich verschiedenste Defekte, die allesamt zu Undichtigkeiten der Fahrzeugaußenhülle führen können. Hierzu zählen beispielsweise kaputte Dichtungen oder Schiebedächer, welche sich nicht mehr richtig schließen lassen. Darüber hinaus können auch die Fahrzeugscheiben undicht werden, weil zum Beispiel Ihre Frontscheibe nicht richtig eingeklebt wurde. Sorgen Sie, um solche Probleme möglichst zu vermeiden, dafür, dass die Fahrzeugdichtungen regelmäßig geschmiert und bei Bedarf auch ausgewechselt werden. Neben Spezialschiermitteln eignet sich auch Melkfett hervorragend, um die Dichtungen wieder schön geschmeidig zu machen. Wichtig ist dies insbesondere zu Beginn des Herbsts, wenn es wieder regnerischer wird.

Ebenfalls wichtig ist es, die Kanäle, durch welche das Regenwasser abgeleitet werden kann, freizuhalten. Diese verstopfen im Laufe der Zeit durch Schmutz sowie Abnutzung, sodass diese wieder gangbar gemacht werden müssen. Versäumen Sie dies, so steht das Regenwasser an ungünstigen Stellen oder sucht sich einen anderen Weg. Stehendes Wasser oder auch Feuchtigkeit fördern übrigens Roststellen, sodass schlussendlich noch mehr Undichtigkeiten entstehen können.

Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit, dass Sie selbst die Feuchtigkeit ins Fahrzeuginnere einbringen. Dies geschieht beispielsweise dann, wenn Sie stark schwitzen. Gibt es dann noch einen Defekt an den eingesetzten Wärmetauschern bzw. Ihrer Klimaanlage, so sammelt sich schnell immer mehr Feuchtigkeit. Auch ein verstopfter Innenraumfilter kann zu dieser Art von Problem führen.

Wie erkennen Sie einen Feuchtigkeitsüberschuss im Fahrzeuginneren

Wie erkennen Sie einen Feuchtigkeitsüberschuss im Fahrzeuginneren

Im Winter ist dies ganz einfach: Ist zu viel Feuchtigkeit im Innenraum vorhanden, so friert Ihre Frontscheibe von innen zu. Fühlen sich Ihre Sitze nass an oder riecht es in Ihrem Fahrzeug modrig, so öffnet die vorhandene Feuchtigkeit den Schimmelsporen Tür und Tor. Damit es erst gar nicht so schlimm kommt, sollten Sie möglichst frühzeitig (unter Umständen schon präventiv) einige einfache, leicht umzusetzende Maßnahmen ergreifen. Um die Eindringstelle des Wassers zu finden, sollten Sie Ihren Wagen von allen Seiten und Richtungen mit einem Schlauch einspritzen. Eine zweite Person, welche in Ihrem PKW sitzt, sollte dabei versuchen zu erkennen, wo das Wasser nach innen dringen kann. Haben Sie die entsprechende Ursache gefunden, so lässt sich diese leichter beseitigen.

Wie werden Sie die Feuchtigkeit im Fahrzeuginneren wieder los?

Wie werden Sie die Feuchtigkeit im Fahrzeuginneren wieder los

Die Feuchtigkeit im Auto bekämpfen Sie zunächst am einfachsten mit Ihrer Heizung sowie Klimaanlage, soweit letztere vorhanden ist. So lange es draußen noch ausreichend warm und trocken ist (+6°C) genügt es oftmals, die Fahrzeuglüftung für einen längeren Zeitraum auf der maximalen Stufe zu betreiben. Durch Ihre offenen Fenster kann im Anschluss die Feuchtigkeit leicht entweichen. Dies gelingt insbesondere dann gut, wenn sich möglichst viel Feuchtigkeit in der Luft befindet und diese effizient abtransportiert werden kann.

Auch Ihre Klimaanlage kann bei diesem Problem helfen. So kühlt dieses System, indem es der Luft Feuchtigkeit entzieht und diese damit abkühlt. Wollen Sie Ihre Klimaanlage zum Entfeuchten einsetzen, so sollten Sie zunächst auf „Umluftbetrieb“ schalten und im Anschluss das System auf eine möglichst niedrige Zieltemperatur einzustellen. So kondensiert im Bereich der Klimaanlage möglichst viel der Feuchtigkeit im Auto.

Ein weiteres, sehr gutes Hilfsmittel sind so genannte passive Entfeuchter. Diese können Feuchtigkeit binden und beispielsweise mit Hilfe einer Mikrowelle regeneriert werden. Solche Entfeuchter sind sehr effizient und lassen sich auch aus Katzenstreu und einer Socke selbst basteln. Auch ein kleiner Heizlüfter kann verwendet werden, um Ihren Wagen zu trocknen.

Fazit

Es muss kein teurer Werkstattbesuch sein, um ein wenig Feuchtigkeit aus Ihrem Fahrzeug zu beseitigen. Dies gilt insbesondere dann, wenn es sich nur um Kondensat handelt, welches beispielsweise durch das Schwitzen entsteht. Dennoch sollten Sie zunächst immer auf Ursachensuche gehen, um später keine unangenehmen Überraschungen zu erleben. Ist beispielsweise Ihre Scheibe undicht geworden, so muss dieses Problem zuallererst beseitigt werden. Ansonsten stellen alle hier vorgestellten Methoden nur symptomatische und nicht ursächliche Methoden dar.

Ein Tipp von AUTODOC: Es gibt eine ganze Reihe von Möglichkeiten, um die Feuchtigkeit aus Ihrem Fahrzeug zu entfernen. Lassen Sie sich keinesfalls zu viel Zeit, um zu handeln. Nur so können Sie über kurz oder lang größere Folgeschäden vermeiden. Das bestbewährte Hausmittel ist und bleibt dabei Katzenstreu – im Endeffekt funktionieren auch käuflich erwerbliche wiederverwendbare Entfeuchter nach einem ähnlichen Prinzip. Sie können dieses Hausmittel zum Beispiel in alte Socken füllen und dann im Fahrzeug platzieren. Dabei sollten Sie jedoch bedenken, dass zuvor verhindert werden muss, dass weiter Feuchtigkeit eindringt und dass dieses Hilfsmittel nur begrenzte Mengen an Feuchtigkeit beseitigen kann. Sollte es also richtig nass geworden sein, empfiehlt es sich, größere Flüssigkeitsmenge zunächst anders aufzunehmen und zu beseitigen.

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